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Das Gebäude, in dem sich heute das Höri-Museum befindet, ist ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. 1868 wurde es zum Schul- und Rathaus der Gemeinde umgebaut.
Im Untergeschoss befanden sich zwei Klassenzimmer, darüber die Lehrerwohnung, zu der auch Stallungen und Scheuer gehörten. Das Rathaus hatte in einem kleinen Anbau am rückwärtigen Gebäudeteil Platz gefunden. Noch immer erinnern ein alter vergitterter Ofen, sowie ein mit Gittern versehenes Fenster an die einstige Arrestzelle, die Bestandteil des Bürgermeisteramtes war. 1988 fand schließlich der Umbau zum Museum statt.
In den Räumen des ehemaligen Rathauses werden nun regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt. Eines der beiden früheren Klassenzimmer beherbergt heute den Kassenbereich mit Museumsshop sowie eine Cafeteria, während das andere zu einer Gemäldegalerie umgestaltet wurde, die die Werke der „Höri-Künstler“ präsentiert.
Schräg gegenüber von Höri-Museum und Mauritiuskapelle liegt das alte Bauernhaus, das Hermann Hesse von 1904 - 1907 für seine Familie mietete, bevor er sich 1907 von dem Architekten Hans Hindermann ein eigenes Haus im „Erlenloh“ erbauen ließ. Seit 1993 ist das erste Wohnhaus Hesses für die Öffentlichkeit zugänglich. 1783 zum erstmals urkundlich erwähnt, diente ein Teil des Hauses dem Dichter als Wohnstatt, während Scheuer und Stallungen weiterhin von einem Bauern genutzt wurden.
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